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Infos zum Imprint-Ansatz beim Herkunftsnachweis

Dr. David Psomiadis
Dr. David Psomiadis
Geschäftsführer
Infos zum Imprint-Ansatz beim Herkunftsnachweis

Beantworten Sie Fragen effektiv und effizient mit der richtigen Methode. Zur Überprüfung der geografischen Herkunft wird der Isotopen-Fingerabdruck Ihres Produkts oder Materials durch Isotopenanalyse bestimmt.

Verbraucher erhalten eine Vielzahl von Informationen über ihre Lebensmittel, von denen viele irreführend oder uneinheitlich sind. Bei "Premium"-Erzeugnissen kann das Problem noch größer sein, da sie sich häufig auf die geografische Herkunft als Faktor für ihren Mehrwert stützen. Dies gilt zum Beispiel für Produkte mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.) und geschützter geografischer Angabe (g.g.A.), die eine emotionale Auswahl lokaler und regionaler Lebensmittel mit sich bringen, oder eine Vermeidung von Lebensmitteln aus Gegenden auf der schwarzen Liste. Dies schafft Spielraum für Profit durch Verfälschung und falsche Etikettierung, aber gleichzeitig bietet es der Lebensmittelindustrie die Möglichkeit, ihre Beschaffungspraktiken zu sichern, sich auf dem Markt zu differenzieren und eine Marke auf Premium-Niveau zu entwickeln.

Methoden zur Herkunftsüberprüfung

Unter den verfügbaren Techniken nimmt die Analyse des Verhältnisses der stabilen Isotope eine Schlüsselstellung ein, und zwar aus folgenden Gründen

A. Der Multi-Isotopen-Fingerabdruck (Kohlenstoff-, Stickstoff-, Schwefel-, Wasserstoff- und Sauerstoff-Isotopenverhältnisse) enthält eine Fülle von Informationen über das lokale Klima, den Boden und den geologischen Hintergrund, die Physiologie und den Stoffwechsel der Pflanzen, die Düngemittel, das Tierfutter und sogar über Details wie die Nähe zum Meer, die Gewächshausproduktion und den ökologischen Landbau.

B. Die Analyse des Verhältnisses stabiler Isotope wird seit Jahrzehnten zum Nachweis geografischer Herkunftsangaben verwendet, wobei das derzeitige Wissen und die Fachkenntnisse für verschiedene Matrizes und komplexe Themen auf einen hohen Standard gebracht wurden.

C. Heute ist sie eine erschwingliche Testlösung, die in streng kommerzieller Weise und in Versionen angeboten wird, die auf der Wissenschaft basieren, aber in eine einfache Dienstleistung umgewandelt werden.

Die Verwendung stabiler Isotope bei der Überprüfung der geografischen Herkunft von Lebensmitteln führte zur Einrichtung von Isotopendatenbanken, in denen Daten für eine bestimmte Region, ein Land oder mehrere Länder gesammelt werden. Diese Isotopendatenbanken sind produktspezifisch. Sie liefern allgemeine Informationen über die zu erwartende Variation des isotopischen Fingerabdrucks zwischen den einzelnen Gebieten. Da Datenbanken bestimmte Vor- und Nachteile haben, empfiehlt es sich in vielen Fällen, stattdessen einen gezielten und spezifischen authentischen Referenzdatensatz zu verwenden, der sich auf den jeweiligen Fall bezieht.

Dieses Referenzmustersystem (RMS) kann zur Kontrolle der Lieferkette, zur Überprüfung einer verdächtigen Produktquelle oder zum Vergleich von Chargen verwendet werden. Das Prinzip ist, dass die Frage in der Regel nicht lautet: "Woher kommt es?", sondern vielmehr: "Ist es wirklich von dort?". Um eine genaue Antwort geben zu können, ist ein direkter Vergleich der untersuchten Proben mit authentischen, spezifischen Referenzproben aus einem bestimmten Gebiet und für einen bestimmten Zeitraum (z. B. Erntejahr) erforderlich.

Herkunft bestimmter Proben in Frage stellen mit dem Referenzmustersystem

Das Referenzmustersystem (RMS) (ausgezeichnet mit dem "Burgenländischen Innovationspreis für Dienstleister" im Jahr 2015) bietet durch seinen Mehrkomponenten-Ansatz hohe Sicherheit. Die Dienstleistung umfasst nicht nur eine Analyse und deren Ergebnisse, sondern auch eine anschauliche Darstellung der Prüfergebnisse, die längerfristig zur Überwachung der Abweichungen eines Produktes über die Zeit genutzt werden kann. Das Ergebnis ist ein umfassender Service, nicht nur ein einmaliger Test. Außerdem verwendet die RMS zeitgemäße Fingerabdrücke, die dazu beitragen, saisonale Schwankungen zu vermeiden. 

Datenbankgestützte Herkunftsüberprüfung

Eine gute und funktionsfähige Datenbank benötigt eine große Anzahl von Daten. Außerdem muss sie bei saisonalen und jährlichen Schwankungen aktualisiert werden. Isotopendatenbanken können jedoch ein gutes Instrument für ein schnelles Screening bestimmter Produkte sein. Der Bedarf an zuverlässigen authentischen Proben ist groß. Der Aufbau einer zuverlässigen Datenbank erfordert Zeit, und die Kosten könnten hoch sein. Was die Notwendigkeit betrifft, eine Isotopendatenbank auf dem neuesten Stand zu halten, so zeigt die Erfahrung, dass die saisonalen Schwankungen der Fingerabdrücke aufgrund unterschiedlicher Bedingungen möglicherweise bedeutender sind als geografische Schwankungen, insbesondere zwischen benachbarten Gebieten.


Die Natur hält sich nicht an politische Grenzen. Isotopen-Fingerabdrücke verändern sich, wie alle chemischen Fingerabdrücke, nicht zwischen den beiden Seiten von Länder- oder Regionalgrenzen. Die Überprüfung der geografischen Herkunft ist eine forensische Untersuchung, bei der wissenschaftliche Beweise herangezogen werden, um eine Hypothese zu belegen oder zu widerlegen. Der Vergleich von Isotopen-Fingerabdrücken ermöglicht es, zu einer vernünftigen Schlussfolgerung hinsichtlich der geografischen Herkunftsangabe eines Produkts zu gelangen und eine mögliche falsche Deklaration auf der Grundlage solider wissenschaftlicher Argumente zu erkennen, die zu weiteren Untersuchungen führen können.

Risikominderung

In den letzten Jahren haben die neuen Versionen der Lebensmittelsicherheitsstandards eine umfassende Anforderung an die Risikobewertung in der Lebensmittelindustrie enthalten, wobei Lebensmittelbetrug als ein wichtiger Einflussfaktor berücksichtigt wurde. Die Unternehmen müssen Pläne zur Risikominderung vorlegen und Maßnahmen gegen das Risiko von Lebensmittelbetrug in ihren Lieferketten ergreifen. In einem solchen Plan ist die analytische Prüfung ein Schlüsselelement, das wenig Raum für Annahmen lässt und das Risiko von Lebensmittelbetrug, wie z. B. eine falsche Deklaration der geografischen Herkunft, drastisch verringert.

Die Spezifikationen für die Herkunftskennzeichnung sind zu einem wichtigen Thema zwischen Behörden, Regierungs- und Bundeseinrichtungen sowie der Lebensmittelindustrie selbst geworden. In einem Umfeld, das sich in Richtung Nachhaltigkeit, verantwortungsvolle Beschaffung und ESG entwickelt, wird der Lebensmittelmarkt weiterhin stark von neuen "Premium"-Produkten, lokal bezogenen Lebensmitteln und regionalen Marken mit hohem Wert bestimmt werden. Die Überprüfung der geografischen Herkunft wird voraussichtlich ein wichtiges Instrument bei diesen Verfahren sein. Schließlich ist die Bekämpfung von Lebensmittelbetrug ein Kampf, der Synergien braucht, um erfolgreich zu sein. Die Vorreiter werden im Vorteil sein, während die Nachzügler zurückbleiben könnten.



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